Paul Olivier No. 5 (220 cm x 140 cm)
Was wie Abstraktion
wirkt,
entsteht im
Widerstand.
Formen tauchen
auf.
Verlieren Stabilität.
Behaupten sich
gegen ihr Verschwinden.
Nichts bleibt erhalten.
Selbst das Bild nicht.
Strukturen brechen auf.
Wahrnehmung verschiebt sich.
Paul Olivier No. 6 (220 cm x 140 cm)
Im Nachhall eines Gedichtfragments:
Lügen geglaubt | Dem Nest beraubt
Herkunft verleugnet | Von Ängsten gehäutet
Sprache war der Anfang.
Dann hat sie nicht mehr gereicht.
Heute ist sie Material.
Sie verliert ihre Funktion.
Farbe übernimmt.
Nichts zeigt sich sofort.
Alles verdichtet sich.
Paul Olivier "Weekly" No. 7 (50 cm x 40 cm)
Diese Arbeiten entstehen,
wenn große Formate instabil werden.
Meine Weeklys sind kein Nebenwerk.
Hier zeigen sich Entscheidungen.
Der Prozess hört nicht auf.
Kein Experiment.
Nur das, was standhält.
Paul Olivier No. 29 & No. 28 je (175 cm x 150 cm)
Ausstellungen zeigen keine
Ergebnisse.
Sie verändern die
Beziehung
zwischen Bild, Raum und
Gegenüber.
Die Arbeiten entstehen im Prozess.
Im Raum verändern sie ihre Wirkung.
Paul Olivier
„Am Abend meines 50.
Geburtstags
habe ich mein bisheriges Leben
beendet.
Und getan, was nicht mehr zu vermeiden
war.“
Paul Olivier, Berlin.
Vorher:
Hotel. Film. Werbung.
Funktioniert. Geliefert. Angepasst.
Dann:
Schnitt.
Keine Korrektur.
Heute interessiert mich was trägt.
Alles andere hat sich
irgendwann leer angefühlt.
Ich arbeite zwischen Abstraktion und Figuration.
Figuration hält fest.
Abstraktion löst auf.