"Meine Bilder wollen nicht betrachtet - sie wollen betreten werden..."

Paul Olivier No. 5 (220 cm x 140 cm)

Oli arbeitet zeitgenössisch-expressiv zwischen figurativer Narration und radikaler Abstraktion. Was auf den ersten Blick ungegenständlich erscheint, verdichtet sich beim längeren Betrachten zu einem konkreten Bild - und entzieht sich im selben Moment wieder. 

 

Gegensätze steigern sich zu einer malerischen Spannung. Figurative Elemente treten in Dialog mit abstrakten Formen; Widersprüche verbinden sich zu einer kraftvollen Einheit. 

 

Seine Arbeiten folgen keinem festen Motiv, sondern entfalten sich in Zuständen. Bedeutungen entstehen, verschieben sich, fragmentieren und werden neu verhandelt. Sichtbares bleibt nie endgültig, sondern stets im Übergang. 

 

 

"Ich benutze Farbe nicht - ich verhandle mit ihr..."

 

"Meine Formate überschreiten den Blick - sie fordern den Körper..."

Paul Olivier No. 50 (250 cm x 190 cm)

Es ist der Dualismus von Ursache und Wirkung, den Oli in seinen großformatigen und vielschichtigen Werken ergründet: ein Wechselspiel unterschiedlicher emotionaler Betrachtungswinkel und Formen der Akzeptanz. 

 

Jedes Bild eröffnet einen Raum für Gedanken und Gefühle, in dem Ursache, Wirkung und Emotion zusammenwirken. 

 

 

"Man steht vor ihnen - nicht davor..."

 

"Meine Bilder entstehen in Schichten - materiell, emotional, kompromisslos..."

Paul Olivier No. 6 (220 cm x 140 cm) im Resonanzraum eines Gedichtfragments:

 

Lügen geglaubt | Dem Nest beraubt | Herkunft verleugnet | Von Ängsten gehäutet 

Seine Methode ist intensiv: Jedes Bild entsteht in bis zu über 30 Schichten gemalter, gebrochener, gekratzter, verwischter und wieder abgetragener Farbe, wobei jede Schicht dem Werk eine neue Ebene der Bedeutung und Interpretation hinzufügt.

Bevor Oli zur Malerei fand, schrieb er Gedichte - Sprache war sein erstes Material. Rhythmus, Verdichtung, Pausen und Brüche, die seine Texte formten, leben heute in seinem Umgang mit Farbe weiter. 

 

Oli geht es um Wiedererkennbarkeit - jedoch nicht um Wiederholung. Es geht darum, dass eine Handschrift entsteht, weil sie entstehen muss. Diese Handschrift ist nicht erlernt, sondern erarbeitet und bleibt immer im Werden. 

 

 

 "Meine Handschrift entsteht nicht aus Absicht - sondern aus innerer Notwendigkeit...

 

"Meine kleinen Arbeiten sind kein Nebenwerk - sie sind der konzentrierte Kern..."

Paul Olivier "The Weekly" No. 7 (50 cm x 40 cm)

Ergänzend zu seinen großen Werken hat Oli die kleinformatige Serie "The Weeklys" etabliert. Sie sind kein "kleines Produkt", sondern eine ernsthafte Erweiterung seines Gesamtwerks. 

 

Was diese Serie so einzigartig macht, ist ihr Ursprung. Die Bilder entstehen genau dann, wenn Oli bei der Arbeit an seinen großformatigen Leinwänden ins Stocken gerät - wenn sich Fragen auftürmen statt Antworten.

 

Die Weeklys schaffen selbst im kleinen Format intensive Räume, die den Kern des Gesamtwerks verdichten.

 

 

"Wenn ich zweifle, weiß ich - das Bild ist relevant..."

 

"Ich arbeite nicht auf Ergebnisse hin - ich arbeite mich hinein..."

*Paul Olivier (1972) - genannt Oli - ist ein deutscher zeitgenössischer Maler. Er lebt und arbeitet in Berlin und ist für seine großformatigen, vielschichtigen, emotionalen und abstrakten Werke bekannt.

 

Oli war schon immer von der Malerei fasziniert. Dennoch schlug er zunächst einen konventionellen Lebensweg im Hotel, beim Film und in der Werbung ein. Doch die Sehnsucht nach sinnstiftender Arbeit blieb - bis er an seinem 50. Geburtstag eine radikale Entscheidung traf: Er würde seine zweite Lebenshälfte der Malerei widmen.

 

Jedes Werk trägt seine Erfahrung und Lebensentscheidungen subliminar in sich - kompromisslos, authentisch und tiefgründig.

 

 

"Meine Malerei beginnt dort - wo Kontrolle endet und Wahrnehmung lebendig wird..."

 

"Ich male keine Flächen - ich gestalte Zustände..."

Paul Olivier No. 46 (190 cm x 160 cm)

In einer Kunstwelt, die oft nach Lautstärke verlangt, setzt Oli auf Intensität. Seine Bilder entfalten keine bloße Ruhe, sondern eine spürbare Stimmigkeit, Tiefe und Sogkraft - sie ziehen hinein statt zu überreden.

 

Nähe wird dabei zur Haltung: Nähe zum Material, zum Prozess, zum eigenen Denken. Aus dieser Konsequenz entsteht eine Malerei, die nicht gefallen will, sondern trägt. Die nicht laut behauptet, sondern präsent ist. 

 

Schicht für Schicht entsteht Präsenz und Sogkraft. Schönheit erscheint nicht als Oberfläche, sondern als etwas Erlebtes - roh, überlagert, verletzt, ehrlich, wachsend, gegenwärtig.

 

 

"Ich mache keine sicheren Bilder - ich mache Bilder, bei denen etwas auf dem Spiel steht - für mich zuerst..."

 

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©️ Paul Olivier - Ein Künstler, der seine innere Sprache in Bilder übersetzt...