"Ich erschaffe keine Bilder - ich gestalte Zustände..."

Paul Olivier "The Weekly" No. 20 (50 cm x 40 cm)

 

"Verdichtung von Entscheidungen und Entwicklungen…"

 

 

Olis Weeklys bilden einen kontinuierlichen Einblick in die Entwicklung seines Werks. Sie sind kein Nebenformat, sondern ein serielles Dokument seiner malerischen Entscheidungsprozesse. Die Arbeiten entstehen wöchentlich und ermöglichen es, Verschiebungen, Brüche und Verdichtungen unmittelbarer nachzuvollziehen.

 

Die Serienstruktur der Weeklys hat Oli nach seiner ersten Ausstellung 2025 entwickelt, als auch seine seltenen kleineren Formate schnell vergriffen waren. Es entstand der Wunsch nach einer kontinuierlichen Möglichkeit, auch diese Arbeiten erwerbbar zu machen.

 

Nicht jeder verfügt über den Raum oder das Budget für großformatige Malerei. Die Weeklys antworten auf dieses Bedürfnis, ohne sich ihm zu unterwerfen. Sie sind kein „kleines Produkt“, sondern eine eigenständige Werkstruktur.

 

 

"Farbe ist hier kein Effekt – sie ist Substanz…"

 

 

Was diese Serie auszeichnet, ist ihr Ursprung. Die Weeklys entstehen genau dann, wenn die Arbeit an einer großen Leinwand ins Stocken gerät - wenn der nächste Schritt unklar ist, Fragen auftauchen oder der Prozess ins Offene kippt.

 

Statt diesen Moment zu umgehen, nutzt Oli ihn. Zweifel sind für ihn kein Gegner, sondern Signal für Relevanz. In diesen Momenten greift er zu kleineren Leinwänden. Nicht als Pause, sondern als Richtungswechsel. Die Weeklys sind kein Ausweichen, sondern Verdichtung des Moments.

 

Gleichzeitig sind sie eingebettet in einen hochreflektierten Gesamtprozess. Oli weiß um ihre Bedeutung, Funktion und Platz innerhalb des Gesamtwerks.

 

Die Weeklys sind vielleicht der direkteste Zugang zu diesem inneren Arbeitsprozess. Sie sind keine Reduktion seines großformatigen Gesamtwerks, sondern dessen konzentrierte Essenz.

 


"Meine Handschrift entwickelt sich dort, wo Konsequenz wichtiger wird als Effekt…"

 

 

Oli spricht selbst davon, dass ihn das Prinzip von Signature Dishes oder Signature Drinks fasziniert. Ein einziges Gericht, ein einzelnes Getränk, das genügt, um eine Küche, eine Bar, eine Haltung wiederzuerkennen. Dieser Gedanke ist für ihn kein Marketingkonzept, sondern ein künstlerisches Ideal. Nicht als Logo, sondern Ausdruck konsequenter Haltung.

 

Auch in seiner Malerei geht es um Wiedererkennbarkeit – jedoch nicht um Wiederholung. Es geht darum, dass eine Handschrift entsteht, weil sie entstehen muss. Weil sie sich aus der Art ergibt, wie Oli mit Farbe umgeht, wie er sie mischt, bricht, kratzt, schiebt, formt, wieder abträgt. Diese Handschrift ist nicht erlernt, sie ist erarbeitet. Und niemals abgeschlossen.

 

Die Weeklys sind der Ort, an dem diese Handschrift besonders deutlich sichtbar wird. 

 

Diese Arbeiten tragen eine enorme Dichte in sich. Vielleicht weil es wirkt, als seien sie nicht „zu Ende gedacht“. Denn tatsächlich sind sie gedacht im Tun. Man spürt in ihnen eine Freiheit, die nur dort entstehen kann, wo nichts bewiesen werden muss.

 

Über die Zeit entsteht so eine Serie, die nicht retrospektiv geplant ist, sondern vorwärts gedacht wird. Sie kennt kein Ende. Kein Ziel. Sie ist Praxis, kein Projekt. Dieser Rhythmus erdet die Arbeit, verhindert Überhöhung und zwingt zur Kontinuität. Und genau darin liegt ihre Kraft.

 


"Diese Arbeiten sind Intensität - Setzungen, die mein Werk formen..."

 

 

Oli hat sich bewusst für das Format 50 × 40 cm entschieden. Es entspricht seiner Arbeitsroutine, seinen Werkzeugen und spiegelt seine körperlichen Bewegungen vor der großen Leinwand wider. Es ist kein Kompromiss, sondern eine bewusste Setzung. Dieses Format ist groß genug, um physisch zu arbeiten, und klein genug, um Intimität zu erzeugen. Man sieht Entscheidungen. Man sieht auch das Zögern.

 

In Ausstellungen entfalten sie eine eigene Wirkung. Seriell gehängt, entwickeln sie einen Rhythmus, der den Raum strukturiert. Einzeln präsentiert, behaupten sie sich als autonome Werke, die keine Erklärung benötigen.

 

Mit jeder Woche wächst ein Archiv. Nicht im musealen Sinne, sondern als lebendiges Dokument. Wer sich durch diese Arbeiten bewegt, kann Entwicklungen nachvollziehen, Verschiebungen erkennen, Brüche spüren. Dieses Archiv ist ehrlich. Für Sammler von unschätzbarem Wert. Für Oli selbst ist es ein Spiegel.

 

 

"Meine Arbeiten möchten nicht gefallen – sie wollen wirken.…"

 

 

Olis Weeklys werden wöchentlich auf seinem Instagram-Account in einer 24-Stunden-Auktion zum Mindestgebot von € 475 versteigert. Die Weeklys sind in Buchenholz natur gerahmt. Mehrwertsteuer und Versand innerhalb Deutschlands sind inbegriffen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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© 2026 Paul Olivier (Oli) is a Berlin-based contemporary abstract painter known for large-scale expressive paintings and his Weekly series